Vergrößerung

Arno Breker
Bereitschaft (1939)
Modell für eine Figur zum Mussolinimonument auf dem geplanten Mussoliniplatz
(ehemals Reichskanzler-Platz, damals Adolf-Hitler-Platz, heute Theodor-Heuß-Platz), Berlin.
Gips 3 m hoch, 1939; Originalgips 11 m hoch, 1940;
Bronzeguß der 3-m-Version, ohne Arme, Privatbesitz Arno Breker

Ausgestellt auf der Großen Deutschen Kunstausstellung, München 1939
 

 

Text: Ausstellungskatalog "Skulptur und Macht - Figurative Plastik im Deutschland der 30er und 40er Jahre", Städtische Kunsthalle Düsseldorf, 1984. S. 175 f

Die »Bereitschaft« war von vornherein als Denkmalsplastik konzipiert. Sie sollte weder auf dem Reichsparteitagsgelände Nürnberg, noch auf der Nord-Süd-Achse Berlin Aufstellung finden, sondern sie war als 11 m hohe Bekrönung des insgesamt ca. 45 m hohen Mittelteils des Mussolinidenkmals, als Pendant zur Siegessäule auf der Ost-West-Achse, Berlin, geplant. Da das Denkmal bereits am 30. 6. 1939 in Kostenvoranschlägen bis ins Detail geplant war, ist davon auszugehen, daß die »Bereitschaft« von Anfang an für diesen Standort bestimmt war. Die 3 m hohe Gipsversion war auf der GDK ab 16. 7.1939 ausgestellt. Am 4. 6.1940 wurde der Bildgießerei Martin & Pilzing in Berlin die Vergrößerung der Statue in Gips von 3 auf 11 m mit 5.717 RM vergütet. Die Rechnung unterschrieb Breker im Namen des GBI. Insgesamt wurden im Rechnungsjahr 1940 811.824,16 RM für das Monument ausgegeben. Ein Foto in Brokers Atelier, auf 1940 zu datieren, zeigt Breker bei der Arbeit am Kopf der 11 -m-Version, daneben steht der Kopf der 3-m-Fassung. Auf dem 1939/40 entstandenen Modellfoto des geplanten Mussolinimonuments ist die Figur bei genauem Hinsehen in der rechten Seitenansicht zu erkennen, wobei die gezackte Führung des rechten Beines und das Schwert gut zu erkennen sind. In dieser Aufnahme wird die Betonung der Frontalen und die geringe Tiefe der gesamten Plastik sehr deutlich. Die »Bereitschaft« sollte auf einem ca. 35 m hohen, doppelgeschossigen Travertinunterbau stehen. Die Rundung des Platzes aufnehmend, sollte die Fahrbahn und der Mittelbau von einer 12 m hohen Arkadenarchitektur gerahmt werden, um die Durchlässe zur Ost-West-Achse offenzuhalten und die anderen Fahrstraßen mit Arkaden zu überspannen.

 

Vergrößerung

Mussolinimonument